Aus Sardinien soll ein Meereskanton werden

Andrea Caruso, Daniel Trolliet, Enrico Napoleone, Antonino Crìsa

Andrea Caruso, Daniel Trolliet, Enrico Napoleone, Antonino Crìsa

Eine Gruppe aus Sardinien will aus Sardinien einen Meereskanton, nach schweizerischem Vorbild, machen. „Ich habe auf Facebook von diesem Vorhaben erfahren und gesehen, dass das Logo dieses Vereins aus einem Schweizer Kreuz mit vier schwarzen Köpfen besteht, wie das Symbol von Avenches, mit einem schwarzen Kopf. Deshalb habe ich diese Gruppe nach Avenches eingeladen“ betont Daniel Trolliet, Syndic von Avenches. „Wir haben genug von Italien, unser politisches System hat noch nie funktioniert und wird auch nie funktionieren“ betont Andrea Caruso, der in Sardinien als Zahnarzt tätig ist und ergänzt, dass die demokratisch organisierte Schweiz ihr Vorbild sei, wo die Kantone noch autonom organisiert sind. Obwohl im Prospekt der Gruppe von einer Integrierung von Sardinien als 27. Kanton der Schweiz gesprochen wird, sind sich die Initianten bewusst, dass es eher darum geht, dass Sardinien eine ähnliche politische Struktur, wie diejenige der Schweiz, einführen und sich von Italien und Europa lösen sollte. Von den rund 1,6 Mio. EinwohnerInnen von Sardinien unterstützen bereits Tausende diese Bewegung. In Sardinien sind heute viele grosse Industriezentren und grosse militärische Anlagen verwahrlost. „In diesen Anlagen könnte die EPFL (Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne) eine Filiale eröffnen und Schweizer Firmen und Industrielle könnten sich hier implantieren“ betont Enrico Napoleone, ein Unternehmer aus Sardinien. Im Tourismusbereich sieht die Gruppe, die am Vortag in Lausanne vom Grossen Rat eingeladen wurde, ein grosses Potential für Investoren und für Schweizer Touristen. In Lausanne ist auch das Büro des Vereins „Canton Maritime“ zuhause, das von Antonino Crìsa geführt wird, der als Chemiker tätig ist. Auch wenn die Gruppe immer wieder von einer Annexion von Sardinien als Schweizer Kanton spricht, ist das Hauptziel nicht die Annexion, sondern, dass Sardinien das schweizerische politische System einführt, damit sich
Sardinien wirtschaftlich und touristisch entwickeln kann.

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Text: uvg

www.cantonmarittimo.org