INNOSQUARE setzt in der blueFACTORY zum Höhenflug an

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Am 26. Oktober hat sich die Technologie- und Innovationsplattform INNOSQUARE als Verein konstituiert. Die Plattform vereint unter ihrem Dach Kompetenzzentren für die Bereiche robuste und sichere, eingebettete Systeme, Digitaldruck-Technologien und Kunststofftechnologie. Ab Januar 2016 werden sich auch 3 Cluster dazugesellen: Swiss Plastics Cluster, Energie & Gebäude Cluster und Cluster Food & Nutrition. INNOSQUARE setzt sich zum Ziel, öffentlich-private Partnerschaften zu fördern, um damit das Innovations¬potenzial der Freiburger Wirtschaft zu stärken und den Unternehmen Zugang zu talentierten und in den genannten Gebieten spezialisierten Ingenieuren zu verschaffen.

Der Aufbau der Infrastruktur von INNOSQUARE in der blueFACTORY kommt gut voran. Anfangs 2016 werden sämtliche Elemente der Struktur operativ sein. INNOSQUARE wird 1800m2 belegen und mit einem Jahresbudget von CHF 4 Millionen gegen 60 Personen beschäftigen. Die Plattform ist aufgeteilt auf 2 Entwicklungseinheiten, die sich den Kompetenzzentren, resp. den Clustern widmen werden, sowie ein Labor für Prototypen, Test und Validierung.

Die drei Kompetenzzentren (Robust and Safe Systems Center Freiburg, Digital Printing und Plastics Innovation) sind die grossen Novitäten von INNOSQUARE. ROSAS illustriert sehr eindrücklich, welche Ziele die neue Plattform anvisiert, die auf die langfristige Zusammenarbeit zwischen führenden Unternehmen und Instituten für angewandte Forschung setzt. So haben sich etwa die drei weltweit führenden Unternehmen Johnson Electric International, Liebherr Machines Bulle und Meggitt Sensing Systems dazu entschlossen, mit dem Institut für Sichere und Intelligente Systeme (iSIS) der Hochschule für Technik und Architektur (HTA Freiburg) zusammenzugehen.

Das Digital Printing Competence Center wird, unterstützt von der Ursula Wirz-Stiftung und von Partnerunternehmen, mit dem Institut für Printing (iPrint) der HTA-FR zusammenspannen, um Projekte im Bereich Digitaldruck zu entwickeln. Das Plastics innovation Competence Center wird mehr als 1000 m2 mit einem Labor für die Pilot-produktion belegen. Es wird gleichzeitig zu einem Ausbildungszentrum für Kunststoff-Techniker.

INNOSQUARE wird den Unternehmen zudem ihre lange Führungserfahrung, welche die Plattform mit Swiss Plastics Cluster und dem Energie & Gebäude Cluster sam¬meln konnte, zur Verfügung stellen. Das neueste Mitglied unter den Freiburger Clustern, der Cluster Food & Nutrition, wurde unter der Schirmherrschaft von Haupt¬stadtregion Schweiz lanciert und wird ebenfalls von INNOSQUARE unterstützt. Zwischen den Clustern und den Kompetenzzentren können zahlreiche Synergien entstehen.

Alain Berset, CEO von Polytype, wird den Verband präsidieren. «Die Plattform ist eine veritable Schnittstelle zwischen Hochschulen und Unternehmen. Sie weist eine Besonderheit auf: Ingenieure aus den beteiligten Unternehmen werden direkt vor Ort in den Kompetenzzentren in Partnerschaft mit den Forschenden der Hochschule zusammenarbeiten. Wir werden leistungsstarke Forschungsteams bilden können, die fähig sind, techni¬sche Herausforderungen einer Lösung zuzuführen. Die langfristige Partnerschaft wird unbestreitbar auch ein Trumpf sein im Hinblick auf die Realisierung von Grossprojekten. INNOSQUARE wird es ermöglichen, zugunsten der Freiburger Unter-nehmen hoch spezialisierte Ingenieur-Talente heranzuziehen.»

Pascal Bovet, der operative Leiter von INNOSQUARE, freut sich ebenfalls über die Gründung des Vereins: «Wir wollten eine Struktur schaffen, die gemeinsame Ent-scheidungen ermöglicht und von Anfang an Freiburger Unternehmen mit ins Boot nimmt, die die strategische Ausrichtung und die Entwicklungen von INNOSQUARE mitbestimmen.»

INNOSQUARE wird auch für alle Unternehmen im Kanton offenstehen, die sich einen Zugang zu Spitzentechnologien in den genannten Bereichen wünschen. Die Platt¬form wird die Vernetzung der Unternehmen fördern, um Zusammenarbeiten zu ermöglichen. Das Labor für Prototypen, Test und Prüfung von INNOSQUARE wird ihnen ebenfalls offenstehen.

INNOSQUARE wird vom Kanton unterstützt – der Grossrat hat einen Kredit in der Höhe von CHF 2 Millionen für das Equipment gesprochen – und ist bestrebt, die Stärken der Freiburger Wirtschaft zu konsolidieren, das allgemeine technologische Niveau im Kanton anzuheben und hervorragend ausgebildete, spezialisierte Ingenieure hervorzubringen, die anschliessend den Unternehmen im Kanton zur Verfügung stehen.