Madame Butterfly für 40 Franken

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Dieses Jahr konnten erstmals die Aufführungen des Opernfestivals auch bei schlechtem Wetter durchgeführt werden. Eine zweite Bühne samt Dekor wurde in der Reithalle vom IENA für 4200 Operngäste bereitgestellt. Damit ersparten sich die Organisatoren die Versicherungsprämien von rund 400‘000 Franken, die in die zweite Bühne samt Tribünen im IENA investiert wurden. Trotzdem wurde mit der Oper „Il Barbiere di Siviglia“ ein Verlust eingefahren. Statt den budgetierten 25‘000 Operngästen, sahen sich nur 18‘000 die Oper an. Lange stand die Weiterführung von Avenches Opera auf dem Spiel bis die Stiftung Avenches Opéra eine neue Lösung fand und eine Strategie auf die Beine gestellt hat.

Optimierung der Eintrittspreise und Kostensenkung

„Wir rechnen das neue Budget mit 20‘000 Operngästen statt 25‘000, die Produktionskoten des Bühnendekors für „Madame Butterfly“ sind günstiger als bei Opern wie Aida und anderen grossen Werken und die Eintrittspreise wurden gesenkt“ betont Michel Francey, Direktor von Avenches Opéra. Die Tribünenplätze, die Avenches Opéra gehörten, wurden von der Gemeinde Avenches gekauft und werden künftig von Avenches Tourisme verwaltet. Damit floss auch wieder Bargeld in die Kasse der Stiftung.

Neu können auch diejenigen Operngäste, die bei der Schlechtwetterversion nicht ins IENA wollen, das Ticket gegen ein anderes in der Arena austauschen. Auf den unnumerierten Plätzen auf den Steinstufen, gleich neben der Bühne links, kostet ein Ticket 40 statt 80 Franken. Auf diesen Plätzen, wo die Gäste gerne auch mit dem Picknickkorb vor der Oper etwas essen und die Stimmung geniessen, bezahlen Eltern mit einem Kind 100 Franken. Auf den vordersten Reihen A+B vor der Bühne erhalten die Operngäste ein Cüpli ausgeschenkt. Bis 31. Dezember erhalten die Operngäste auf den nummerierten Plätzen beim Kauf der Tickets für Vorstellungen am Freitag und Samstag 10%, am Donnerstag 20% und am Dienstag 20% Rabatt. Kinder bis 16 Jahren und Studenten erhalten auf den Sektoren mit Rangplätzen 50% Rabatt. Michel Francey rechnet für nächstes Jahr mit einem Budget zwischen 4 – 4,5 Mio. Franken. 90% der Einnahmen kommen von den Tickets und nur 10% von Sponsoren. Der Direktor von Avenches Opéra würde gerne den Sponsorenanteil erhöhen, meint aber, dass dies heute nicht so einfach sei.

 

www.avenchesopera.ch

Avenches: bis 31. Dezember